Die Geschichte der öffentlichen Mietfahrzeuge reicht hunderte von Jahren zurück, sogar noch vor dem Automobil. Der erste dokumentierte öffentliche Hackney-Coach-Service zum Mieten war 1605 in London. Um 1625 vermieteten Londoner Gastwirte Kutschen. 1635 wurde in England mit dem Hackney Carriage Act die erste Gesetzgebung für mietbare Pferdekutschen im Lande verabschiedet. Im Jahr 1636 erschien der erste Londoner Taxistand am Strand vor dem Maypole Inn.

Bereits 1637 bot der Pariser Nicolas Sauvage in der französischen Stadt Pferdekutschen mit Fahrer zum Mieten an. Sie waren als Fiacres bekannt. In London wurden ab 1662 Lizenzen für Hackney-Kutschen vergeben.

Hansom-Kutschen wurden 1834 von dem Yorker Architekten Joseph Hansom patentiert. Sie waren zweirädrige, von Pferden gezogene Kutschen und waren viel leichter und schneller als die Hackney-Kutschen. Außerdem waren sie billiger zu fahren. Die Hansom-Droschke verbreitete sich bald in Berlin, Paris, St. Petersburg und New York City.

Das Taxi, das wir heute kennen, basiert auf dem Taxameter, das ursprünglich 1891 von dem Deutschen Friedrich Wilhelm Gustav Bruhn erfunden wurde. Ein Taxameter ist ein Instrument, das die Zeit oder die Strecke misst, die ein Fahrzeug zurücklegt. Damit konnte der Fahrpreis genau bestimmt werden.

1897 baute Gottlieb Daimler das erste benzinbetriebene Taxifahrzeug der Welt. Ausgestattet mit einem Taxameter wird es Daimler Victoria genannt und an den deutschen Unternehmer Friedrich Greiner ausgeliefert. Dieser gründet in Stuttgart das erste motorisierte Taxiunternehmen der Welt. Taxis, deutscher als du vielleicht denkst.


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